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Schleie

Schleie
 
Rezepte mit Schleie

Wahrscheinlich beruht ihr deutscher Name auf dem Schleim, der die mit zahlreichen kleinen Schuppen versehene Lederhaut der Schleie (frz. tanche – it. tinca) vor Verletzungen schützt.

Die Schleie besiedelt ursprünglich die bodennahen Regionen aller europäischen Gewässer mit weichem Grund und ausreichend Pflanzenbewuchs. Schleien leben in den unteren und mittleren Flussläufen, in Teichen, Seen, und Talsperren. Sie vertragen sogar das schwach salzhaltige Wasser der östlichen Ostsee. Einzig in klaren, schnell fließenden Gewässern vermag die Schleie sich nicht zu halten.

Gegen Sauerstoffmangel und niedrige PH-Werte (beispielweise in saurem Moorwasser) ist die Schleie äußerst widerstandsfähig – letzteres freilich wirkt sich auf den Geschmack ihres Fleisches negativ aus. Diese Anpassungsfähigkeit führte dazu, sie gemeinsam mit Karpfen – für die sie nur bedingt ein Nahrungskonkurrent ist – in Teichwirtschaften zu ziehen.

Sie wächst deutlich langsamer als Karpfen und erreicht erst mit ca. 3 Jahren Portionsgröße.

In der Bodenseeregion wie auch an der Holsteinischen Seenplatte wird sie ab und an geräuchert angeboten.

Gleich wie die Schleie, die sich für eher deftige Gerichte empfiehlt, zubereitet wird: Ihre feinen Stützgräten, so diese nicht vor der Zubereitung sorgfältig entfernt wurden, mindern den Genuss merklich.

Übrigens: Schleien verfügen über Nerven wie Drahtseile! Will heißen: Im ungünstigsten Fall springt einem so ein Viech von gut einem Pfund beim Wenden schon mal aus der Pfanne – zumindest, wenn es erst wenige Stunden vor der Zubereitung geschlachtet wurde …

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