Alle in Europa heimischen Saiblinge zählen zu in der nördlichen Hemisphäre verbreiteten Art des Wandersaiblings. Im Norden des Verbreitungsgebiets leben sie im Eismeer und steigen zum Laichen im September oder Oktober in die Zuflüsse auf. Die Milchner sind während der Laichzeit an den Bauchseiten intensiv rot gefärbt. Wandersaiblinge können eine Länge von 95 Zentimeter und ein Gewicht von acht bis zehn Kilogramm erreichen. Im Voralpengebiet sind in klaren, hochgelegenen Seen lokale Bestände von Wandersaiblingen durch den Rückzug der Gletscher nach der Eiszeit erhalten geblieben – die (frz. omble chevalier – it. salmerino alpino) Seesaiblinge.
Die ursprüngliche Form lebt jedoch im Meer und zieht – gleich Lachs und Stör – zum Laichen ins Süßwasser und ist heute noch in Nordeuropa und Nordamerika verbreitet. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Plankton- und Bodentieren und Fischen.
Der (frz. omble de fontaine – it. salmerino di fonatana) Bachsaibling wurde gegen Ende des 19. Jahrhhunderts aus den tiefen, sauerstoffreichen Seen Nordamerikas eingeführt. Das Vorkommen im Ursprungsgebiet erstreckt sich bis nach Nordkanada und Alaska.
Er ist in Schweden, der Schweiz, Frankreich und in Bayern eingebürgert und wird ähnlich lange wie die Forelle in Teichwirtschaften gezogen. Hierbei handelt es sich jedoch zumeist um Kreuzungen verschiedener Gattungen.
Da jedoch Saiblinge auch in der Mast deutlich langsamer heranwachsen – sie sind halt nicht so verfressen –, ist das Aroma ihres Fleisches aromatischer als das der Regenbogenforelle. Die Beigabe von Carotin haltigem Futter zum Erzielen des in der Natur durch den Verzehr von Krebsen entstehenden lachsfarbenen Fleisches tut dem keinen Abbruch!


