Schriftgröße

Barbe

Barbe
 

Wenngleich für die Küche nicht unbedingt das Nonplusultra, hat dieser bis zu einem guten halben Meter lang werdende und schon durchaus einmal 3 kg. auf die Waage bringende Fisch Fisch eine gewisse Berühhmtheit erlangt.

Wurde doch nach ihm im deutschsprachigen Raum ein ganzer Abschnitt der Fließgewässer benannt: Die Barbenregion bezeichnet den Mittellauf der Flüsse mit klarem, sauerstoffreichem Wasser, starker Strömung sowie vorwiegend steinigem oder kiesigem Bodengrund, den die Barben mit ihren am Maul befindlichen Barteln auf der Suche nach Nahrung umwenden. Aufgrund der doch recht hohen Ansprüchen bezüglich ihres Lebensraumes zählt auch die Barbe zu den bedrohten heimischen Fischarten.

Wie allen Weißfischen ist auch für die Barbe (frz: barbeau, it: barbo) die hohe Anzahl von an seitlich in die Filets ragenden Stützgräten charakteristisch.

Da zudem ihr Fleisch weich ist und bei der kleinsten Unaufmerksamkeit während der Zubereitung, schnell in die einzelnen Segmente zerfällt, ist sie im Unterschied zu ihren im Salzwasser lebenden Verwandten wie etwa den Rot- und Streifenbarben nicht wirklich, das, was ein Gourmet auf dem Herd bzw. dem Teller erwartet. Die Angehörigen des Volksstammes der Bajuwaren ausschliessend, da diese nicht nur in Ulm und um Ulm herum die Barbe – quasi bararisch aufgespiesst und über offenem Feuer gegart – als »Steckerlfisch« zu verzehren pflegen.

Kontakt
top