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Aalquappe / Trüsche

Aalquappe
 

Die Aalquappe (frz. lotta – it. lotta, bottarice), auch Trüsche oder Aalrutte genannt, ist der einzige dorschartige Fisch im Süßwasser. Ob dieser Verwandschaftsverhätnisse gilt ebenfalls die (übergroße) Leber der Trüsche als Delikatesse. Auch ihr Fleisch zählt mit zu dem schmackhaftesten, was die Flüsse anzubieten haben. – Einziger Wermutstropfen: Die Trüsche wird gerne von Parasiten befallen, so dass es angesagt ist, ihr Fleisch und mehr noch die Leber stets vollends durchzugaren.

Doch leider findet die Trüsche nur selten den Weg in die Küche bzw. auf den Teller. Dies liegt in erster Linie an ihrer Kinnbartel – auch sie verweisen untrüglich auf die Verwandschaft mit den Dorschen –, mit der sie einserseits jedes Netz und jede Reuse ertastet und instinktiv das Hindernis umschwimmt und die sie andererseits neben Augen, Geruchssinn und Seitenlinie als viertes Sinnesorgan bei der Jagd nach Beute unterstützt. Da sie nachtaktiv ist, geht sie Anglern ähnlich selten an den Haken wie Berufsfischern ins Netz.

Erstaunlich: Sie nimmt das Gros ihrer Nahrung während der kalten Jahreszeit zu sich und gönnt sich mitunter in ihr all zu warm erscheinenden Sommern sozusagen einen »Sommerschlaf«.

Vom Verband Deutscher Sportfischer wurde die Quappe zum Fisch des Jahres 2002 gewählt. War sie bis zur Jahrhundertwende in Deutschland noch relativ weit verbreitet, versperren ihr Stauwehre, Kleinwasserkraftwerke und andere Flussverbauungen zunehmend den Weg zu den Laichgebieten. Auch sie, die nur schwer zu überfischen ist, zählt dennoch zu den bedrohten Tierarten in unseren Flüssen.

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