Mit mehr als 500 Arten, die sich in erster Linie durch Färbung und Größe unterscheiden, gehört die Familie der Zackenbarsche zu einer der der umfangreichsten in Neptuns Reich. Ihren Namen verdanken sie den stacheligen Strahlen in den Flossen und mehr noch den eng aneinander liegenden Zacken, die ihre Kiemendeckel säumen.
Sie kommen in allen gemäßigten und tropischen Meeren vor, stets rund um Korallen- und Felsriffe, was für die kommerzielle Fischerei bedeutet, dass sie in erster Linie mit Leinen erbeutet werden.
Der englische Name Grouper freilich führt in die Irre, handelt es sich bei Zackenbarschen doch um ausgeprägte, Reviere bildende Einzelgänger, die alle tropischen und gemäßigten Meere bevölkern. (Übrigens: In Australien werden, obgleich auch im indopazifischen Raum mehrere Dutzend Zackenbarscharten heimisch sind, bestimmte Arten von Lipp- und Papageifische ebenfalls als Grouper gehandelt.) Je nach Art erreichen sie ein Länge von bis zu 2,5 Metern und ein Gewicht bis zu 100 kg. Ihr Kopf kann bis zu einem Drittel der Körperlänge ausmachen. Zackenbarsche sind protogyne Hermaphroditen (auch Folgezwitter genannt), d.h. sie sind zunächst Weibchen, von denen sich im Alter von 10 bis 12 Jahren ein Teil in Männchen verwandelt.
Da sie sich von Fischen, aber uch Krebsen und Weichtieren wie Tintenfischen ernähren, ist ihr Fleisch äußerst delikat. Nicht umsonst lautet ein geflügeltes Wort spanischer Feinschmecker »De la mar el mero y de la tierra el carnero« (Aus dem Meer den Zackenbarsch, vom Land das Lamm). Gut zu gebratenen Tranchen vom Zackenbarsch passt übrigens eine
Rosmarin-Sauce.
Im gesamten Mittelmeer verbreitet ist der bis zu einem Meter lange Braune Zackenbarsch (frz.. mérou – it.: cernia – span.: mero – port.: garoupa – gr.: rofós).
Der Nassau-Grouper ist einer der geschätzter Speisefisch im Süden der USA. »Ein Vertreter dieser Art soll die mit Krebsschwänzen gefüllten Taschen eines Unterwasserphotographen geplündert haben – das berichten jedenfalls Böhlke und Chaplin 1968 in einem Buch, das die Zackenbarsche der Kribik sehr genau katalogisiert.« (Alan Davidson / Charlotte Knox: Fische und Meeresfrüchte. Eine Fischkunde für Genießer; München 1991). Zudem findet sich vor den Küsten des südlichen Florida der Red Grouper, der braunrote Zackenbarsch.

