Der Steinbutt (frz.: turbot – it.: rombo chodato oder grande) zählt zu den begehrtesten – und bedauerlicherweise auch hochpreisigsten – Edelfischen. Sein wunderbar festes, schneeweisses Fleisch überzeugt mit einem leicht nussigen Geschmack, der fast runde Plattfisch erreicht ein Gewicht von einem halben Zentner und einen Durchmesser von 1 Meter. Die besten Exemplare sollen angeblich um die Insel Helgoland herum heranwachsen. Bei den in der Haut seiner Augenseite eingewachsenen Knochenhöckern handelt es sich übrigens um umgebildete Schuppen.
Eigens für den Steinbutt wurde im Auftrag des Gastrosophen Jean Anthèlme Brillat-Savarin (1. April 1755 – 2. Februar 1826) ein spezieller – der Körperform und Größe des Plattfisches angepasster rautenförmiger – Fischtopf, die »Turbotière«, entwickelt.
Der häufig angebotene Baby-Steinbutt – meist kaum größer als eine ausgewachsene Scholle – ist aus ökologischer wie kulinarischer Sicht blanker Unsinn. Denn erstens werden dieses Miniatur-Ausgaben gefischt, bevor sie sich vermehren können, und zweitens schmeckt ein Exemplar von 2½ Kilo oder mehr um Klassen besser; es passt gerade noch auf die Saftpfanne es Ofens und ergibt, da seine Filet-Ausbeute nur rund 40 Prozent ausmacht, einen Festschmaus für 4 Personen.
100 gr. Steinbutt enthalten 90 kcal (376 kJ), 16,7 gr. Protein und 1,8 gr. Fett.



Steinbutt in Aquakultur
Das Fisch-Lexikon der »Deutsche See«