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Red Snapper

Red Snapper
 
Rezepte mit Red Snapper

Beim Red Snapper (fr. vivaneau rouge – it. lutiano rosso) handelt es sich um einen barschartigen Raubfisch mit riesigem Maul und ähnlich großen Zähnen, die ein einmal geschnapptes Opfer nicht so leicht wieder entkommen lassen. Dass er vor allem in der karibischen und Cajun-Küche Verwendung findet, liegt an seinem zahlreichen Vorkommen in den Korallenriffs zwischen Carolina und dem nördlichen Südamerika. Doch hat der Red Snapper längst den Weg über die USA hinaus nach Europa gefunden.

Was bei uns in den Handel (lutjanus malabaricus) kommt, sieht dem fischigen Marktführer der States (»Er vereint in sich auch alle Vorzüge, die der amerikanische Konsument verlangt: trockenes, weißes Fleisch und einfache Handhabung, nämlich wenige und große Gräten.« – Das große Buch vom Fisch, München 1994) zwar zum Verwechseln ähnlich, ist dennoch ein anderer Fisch, wenn auch zur gleichen Familie gehörig. Der amerikanische Red Snapper (lutjanus campechanus) darf hierzulande laut EU-Verordnung namens »Verzeichnis der Handelsbezeichnungen für Erzeugnisse der Fischerei und Aquakultur« nur als Snapper bzw. auf gut Deutsch »Schnapper« gehandelt werden.

Auch die Japaner schätzen den Red Snapper. Dieser jedoch (»ma dai«) ist eine ganz andere Spezies, die im Seto-Binnenmeer gefangen wird und der hier eine ähnliche Bedeutung hat wie für uns der Sylvester-Karpfen.

In seltenen Fällen kann übrigens der Verzehr von Red Snapper – wie auch der von Barrakuda, Makrele, Wolfs- und Zackenbarsch bestimmter Fanggebiete – zu einer sogenannten Ciguatera-Vergiftung führen. Denn in der maritimen Nahrungspyramide reichert sich dieses Nervengift, das von in Korallenriffen beheimateteten Einzellern produziert wird, an.

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