Meeräschen (frz.: mulets – it.: muggine) zahlreicher Variationen kommen in den flachen, mit Algen bewachsenen Küstengewässer aller sieben Weltmeere vor. Sie ernähren sich in erster Linie von Algen, saugen aber auch, so ihr Lebensraum einen schlammigen Boden hat, winzige Organismen aus dem Schlamm. Solche Tiere können allerdings leicht modrig schmecken.
In der Provençe, in Ligurien, auf Sizilien und Sardinien wie auch in der Türkei wird der Rogen der Meeräsche eingesalzen, gewaschen, gepresst, an der Sonne getrocknet und schließlich konserviert. Boutargue (Provençe) oder bottarga (Ligurien) in dünne Scheiben geschnitten, mit Olivenöl, Zitronensaft und Pfeffer angerichtet gilt – mittlerweile nicht nur mehr dort -, der Name »Kaviar des Mittelmeeres« deutet es an, als Delikatesse.
Die Phönizier waren die ersten, die dies Art der Konservierung anwendeten. Die Ägypter sowie später Karthager und Römer lernten den Geschmack der gepressten, gesalzenen und an der Luft getrockneten Rogen zu schätzen. So dass dieses Gericht zu einer edlen Tauschware wurde.
100 gr. Meeräsche enthalten 131 kcal (546 kJ), 20,4 gr. Protein und 4,3 gr. Fett.


Kaviar: Do it yourself
Das Fisch-Lexikon der »Deutsche See«