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Zitronenverbene / Verveine

Zitronenverbene / Verveine
 

Hierzulande auch (fälschlicherweise) als Eisenkraut bekannt und gehandelt, verströmt die Zitronenverbene bereits beim leichten Verreiben ihrer Blätter wahre Duftwolken an Citrusaromen. Kein Wunder also, dass u.a. Marseiller Seifensieder damit eine der vielleicht feinsten Olivenölseifen – die »Verveine« – parfämieren.

War das heimische europäische Eisenkraut (verbena officinalis) noch bis ins 18. Jahrhundert eine wichtige Heilpflanze, die sich bis auf die keltischen Druiden (Miraculix lässt größen) zurück verfolgen lässt, wurde es von seinem botanischen Verwandten, der in den Andenstaaten Chile und Peru heimischen Zitronenverbene (lippia citriodora) mit deutlich höherem Anteil an aromatischen, intensiv-fruchtig duften Ölen verdrängt.

Mit ihren geradezu explodierenden Citrusaromen hielt die »Verveine« zwangsläufig mehr und mehr Einzug in die Käche – zunächsts bei den Desserts, die sich mit ihr fruchtiger als mit Zitronenmelisse oder auch Minze aromatisieren lassen. Doch ebenfalls Fisch und Geflügel lassen sich mit Zitronenverbene zur Überraschung der Gäste variieren.

In Frankreich übrigens werden die Blätter nicht nur gerne zum ebenso anregenden wie entspannenden Abendtee aufgegossen, sondern sie dienen auch – etwa der »Distillerie Verveine du Velay« – dazu, (hochprozentige!) Liköre, die vorzüglich als Digestif geeignet sind, zu destillieren.

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