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Sauerampfer

Sauerampfer
 

Sauerampfer ist – selbst wenn man es ihm nicht ansieht, weist der Geschmack die Richtung – eng dem Rhabarber verwandt. Ursprünglich handelt es sich um eine europäische Wiesenpflanze, doch wird Sauerampfer längst im Gartenbau kultiviert.

Zwar hält die Naturheilkunde seit langem große Stücke auf ihn, seine kulinarische Karriere hingegen ist eng mit der »Nouvelle Cuisine« verknüpft. Der Klassiker der Gebrüder Troisgros (Roanne), der Saumon à l’oseille, ist ohne ihn nicht denkbar. Auch bei der Frankfurter Grünen Sauce zählt er zu jenen sieben Kräutern, die auf jeden Fall hinzu gehören.

Die Blätter des Sauerampfers, die ihre Würze Suppen oder Saucen mitteilen sollen, entfalten ihr Aroma am besten, werden sie nach dem Waschen und trocken Schleudern kurz in Butter angeschwenkt. Lange Hitze vertragen sie überhaupt nicht, durch das Kochen schlägt das frische Grün in ein blässliches oliv um, was dem Geschmack aber keinerlei Abbruch tut.

Als Salatzutat, wobei er sich mit so gut wie allem was grün ist verträgt, auch mit anderen Salat-Kräutern, sollte man mit Essig oder Zitrone sparsam umgehen – seinen Namen trägt er schließlich nicht umsonst.

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