Portulak, ein Schnittsalat mit dickfleischigen, hellgrünen Blättern, stammt ursprünglich aus tropischen Gebieten Afrikas und Kleinasiens, wo er schon zur Zeit der Pharaonen als Gemüse- aber auch Heilpflanze geschätzt wurde. Wegen seiner dicken, zu Wasserspeicher ausgebildeten Blätter ordnen ihn die Botaniker den Sukkulenten zu; pflanzenfamiliär betrachtet, ist er also mit den Kakteen verschwägert.
Quasi aus Südamerika reimportiert wurde die Pflanze Mitte des 17. Jahrhunderts und zierte als Gemüse wie auch Salat mit seinen ebeno saftigen wie fleischigen Blättern die Tafeln Ludwig XIV.
Es handelt sich um eine mehrjährige, schnellwachsende Pflanze, die ab dem späten Frühjahr angeboten wird. Bis Mai, Juni sind einzelne, langstielige Blätter – teilweise mit stecknadelkopfgroßen weißen Blüten, im Handel. Ihnen fehlt noch weitgehend der knackige Biß, der den späteren Portulak auszeichnet.
Dessen Wuchsform erinnert entfernt an die Brunnenkresse, wenngleich das Grün seine Blätter deutlich heller ist. Sein Aroma ist leicht scharf, nussig und säuerlich. Übrigens enthält Portulak neben zahlreichen anderen auch Inhaltstoffe, die sonst fast nur in Fischen vorkommen und die Bluttfettwerte regulieren: die Omega-3-Fettsäuren.

