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Bouillabaisse

Zutaten:

zu gleichen Teilen: ig. ca. 2 kg. brutto (für mindestens 6 Esser hinreichend):
Drachenkopf, Seeteufel, Seewolf, Knurrhahn, Saint Pierre, Wolfsbarsch und Rotbarben (näheres hier)
2 Langusten
1 Baguette
1 kleine Fenchelknolle
3 gehäutete, entkernte und in grobe Würfel geschnittene Tomaten
3 Knoblauchzehen
2 in Scheiben geschnittene Zwiebeln
die Zesten einer halben unbehandelten Orange
3 frische Lorbeerblätter
6 Stängel Thymian
1 frisches Lorbeerblatt
2 Stängel Bohnenkraut
gut 0,1 l. Olivenöl extra vergine
½ Tl. Safranfäden
etwas Anisette (Pernod, Pastis, Ricard, …)
Pfeffer und Salz
0,1 l. Rouille

Zubereitung:

Bourride

Die Fische vom Fischhändler ausnehmen, putzen und schuppen lassen. Köpfe und Schwänze mitnehmen. So nötig, die Kiemen entfernen.

Aus den Abschnitten einen Fischfond bereiten.

Die gehackten Zwiebeln und den gewürfelten Fenchel in etwas Olivenöl langsam weich dünsten, jedoch dabei keine Farbe annehmen lassen.

Das Baguette in Scheiben schneiden, mit einer angeschnittenen Knoblauchzehe abreiben, mit Olivenöl beträufeln und im Ofen rösten.

Derweil die Langusten in kochendem Wasser töten, herausnehmen, abschrecken, den Schwanz ausbrechen und in Scheiben schneiden und ebenfalls zur Suppe geben, sobald diese wallend kocht.

Die quer in Tranchen geschnittenen »poissons fermes« auf das Gemüse legen, den restlichen gewürfelten Knoblauch, die Tomaten, Kräuter, Orangenzesten und Gewürze zugeben. Kräftig salzen und pfeffern, das verbliebene Olivenöl (abermals 3 El. zurück behalten) angießen. Zum Schluss mit dem Fischfond auffüllen und bei größter Hitze zum Kochen bringen. Die »poissons tendres« nach drei Minuten Kochzeit zufügen.

Nach knapp 10 Min. sollten Fische und Langusten gar, ihr Fleisch aber eben noch nicht trocken sein.

Fische und Langusten heraus heben und zum Servieren auf eine vorgewärmte Platte geben. Die Suppe mit ein wenig Pastis aromatisieren, abschmecken und den Rest Olivenöl einrühren.

Die Weißbrotscheiben in eine vorgewärmte Terrine geben, die Suppe durch ein Sieb aufgießen, leicht durchdrücken und die Rouille dazu reichen.

Die letzten Schritte müssen recht schnell vonstatten gehen, ansonsten trennen sich die Bestandteile. Denn wie zitieren doch gleich Frank Schauhof und Tonina Oliver (Zu Gast in Fischerhäfen des Mittelmeeres; Köln 1997) eine Marktfrau aus Marseille: »Eine Bouillabaisse kann nicht warten, Monsieur!«

Die Weinauswahl gestaltet sich trotz Bohnenkraut, Fenchel, Orangenschale, Safran und Pastis relativ einfach: Ein nicht zu fruchtiger Roseé von den Côtes de Provençe oder aus dem Cassis passt ebenso wie ein trocken ausgebauter Tokay d’Alsace oder Gutedel (trockener Kabinett oder Spätlese) aus dem Badischen.


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