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Gebratener Spargel

Zutaten:

500 gr. Spargel
bestes Olivenöl extra vergine
Salz und Zucker

Zubereitung:

Dem Vernehmen nach kennt der »Normalo« Spargel zum einen weiss, zum anderen grün und bestenfalls noch violett. Alle drei wiederum werden in aller Regel zum Garen dem Salzwasser zugeführt.

Dass es freilich auch anders geht, davon zeugt das italienisch inspirierte Rezept für Spargel al cartocccio, welches ich vor Urzeiten einer Print-Augabe von »essen & trinken« entdeckte.

Eine weitere Abwechslung bietet in der Pfanne gebratener Spargel. Mit einer meiner Klassiker, den ich vor Urzeiten der Zeitschrift »essen & trinken« fand. Warum er hier bislang fehlte? Dieses geradezu unentschuldbare Versäumnis scheint offenbar fortschreitender Demenz geschuldet.

Somit gilt: Den Spargel – gleich ob weiss, grün oder violett (ersterer und letzterer sind freilich zu schälen, von allen Dreien indes sind die holzigen Enden abzuscheiden) – der Länge nach halbieren, um die Garzeit zu verkürzen.

In einer Pfanne ein erstklassiges Olivenöl erwärmen, keinesfalls jedoch rauchheiss werden lassen. Den gewaschenen Spargel tropfnass hinen geben, salzen und mit etwas Zucker (pro Pfund etwa 1 gehäufter TL) bestreuen. Bei mittlerer Hitze unter mehrmaligem Schütteln garen. Das dauert (je nach Dicke der Spargel) kaum mehr als 10 Minuten.

Wer mag, kann durchaus auch einen Hauch Knoblauch beigeben und unmittelbar vor dem Auftischen Peccorino oder Parmesan darüber hobeln. Ebenfalls kann ein Hauch von Zitronenthymian nicht schaden …

Duch den leicht karamellisierenden Zucker wie auch das Braten entsteht ein recht eigenwilliges Spargelgericht, das dennoch die typischen Aromen weder zukleistert noch durch das Kochen auslaugt.

Allerdings: So etwas als Hauptgericht zuzubereiten wird schon aufwendiger. Selbst dann, verwendet man dazu jene ebenso kurzen wie kaum kleinfingerdicken Spargelstangen, die das Schälen überflüssig machen. Müssten doch zum Braten sicherlich 4 Pfannen mit einem Durchmesser von 26 oder gar 28 cm auf den Herd! Doch als Amuse geule, Anti-Pasto oder auch Beilage zu einem gebratenen Zanderfilet mit eher schlichter Beurre blanc für das abendliche tète à tète wahrlich mal etwas anderes.

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