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Zutaten: |
Für die Suppe:
2 kg. Querrippe 2 kg. Roastbeefknochen 1 kg. Markknochen 1 kg. Ochsenbein 1 kg. Fleisch aus der Kluft 250 gr. Zwiebeln 1,5 kg. Suppengrün je 6 Lorbeerblätter und Nelken je 1 El. Pfefferkörner und trockene Ingwerstücke 2 geviertelte Muskatnüsse Salz Für die Einlage: 4 Scheiben Weizentoast 500 gr. gemischtes Hack 3 Eier geriebener Muskat 500 gr. Langkornreis 250 gr. Petersilienwurzeln 250 gr. Sellerie 500 gr. Möhren 2 Bd. glatte Petersilie Salz und schwarzer Pfeffer |
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Zubereitung: Hamburger Rauchfleisch Das »Appetitlexikon« über die Suppe |
Wahrlich keine leichte Kost! – Auch wenn die Menge auf 20 Esser berechnet ist. Und der Fleisch-Anteil durchaus doppelt so groß sein darf. – Schließlich sind wir nicht im Restaurant! Doch zur Entstehungszeit dieser Suppe stand das durch Marschen und somit landwirtschaftlichen – um nicht zu sagen: bäuerlichen – Charme geprägte Land Hadeln, obgleich an der Elbmündung gelegen – und der Beginn des dritten Jahrtausends hat daran kaum etwas geändert -, im Schatten Hamburgs. So what, ihr Hamburger Pfeffersäcke: Bei der Zubereitung ergibt die Masse die Klasse! Und doch handelt es sich bei diesem Schmaus um eines der seltenen Indizien dafür, dass die napoleonische Besatzung von Teilen Norddeutschlands ihre Spuren hinterließ. Für mich als gebürtigen «Fischkopp» aus eben dieser Region – der die ersten Monate seines Lebens eben in Hemmoor verbrachte – so etwas wie eine kulinarische Taufe. Am Vortag das Fleisch zusammen mit den Knochen in 9 l. kaltem Wasser aufsetzen, mehrmals abschäumen wenn die Brühe klar ist, das Suppengrün und die Gewürze zugeben, kurz unter dem Siedepunkt im offenen Topf 5-6 Std. köcheln, zwischendurch immer wieder abschäumen. Die Brühe über Nacht kaltstellen, das erstarrte Fett abheben, erhitze Brühe durch ein Mulltuch gießen und von dem Fett nach Gusto zurück in die Bouillon geben. Brot ohne Rinde kalt einweichen, ausdrücken und zerrupfen; mit Hack und Eiern verkneten, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, Klößchen rollen und in Salzwasser 10 Min. sieden. Diese mit der gehackten Petersilie und dem gewürfelten Fleisch zur Suppe geben. Den in Salzwasser gegarten Reis sowie das in 1 l. Brühe gegarte Gemüse (kleingewürfelt) getrennt zur Suppe reichen. ![]() Sehr angenehm als Einlage in dieser opulenten Suppe machen sich auch deftige Klößchen aus Hamburger Rauchfleisch. Wäre da nicht jene subkutane »culinary correctness«, welche phantasielos auf provinzieller Borniertheit beharrt, obgleich der an der Elbchaussee aufkochende Josef Viehhauser seine Saiblinge längst aus dem Kreidesee in Hemmoor bezieht … <3 Eier, 2 Eidotter und 200 gr. zimmerwarme Butter werden zunächst sorgfältig mit Muskat und Salz verrührt. Sodann 12 El. gesiebtes Mehl einarbeiten. Hinzu kommen 3 entrindete, in Würfel geschnittene und in heißer Milch eingeweichte Brötchen, ebenfalls 3 in kleine Würfel geschnittene und in Butter angeröstete Brötchen: Schließlich 500 gr. fein gewiegtes Rauchfleisch und ein Bund sehr fein gehackte Petersilienblätter. Sollte es der Masse dennoch an Bindung mangeln, weiteres gesiebtes Mehl einarbeiten und abermals recht herzhaft abschmecken. Erweist sie sich als zu fest, ein weiteres Eigelb zufügen und nötigenfalls mit Mehl die richtige Konsistenz herstellen. Aus dieser Masse zwischen den immer wieder angefeuchteten Händen kleine Klößchen formen und diese in der Suppe solange sieden lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. wie auch der Aperçu zum Hamburger Rauchfleisch dem überaus liebenswerten Büchlein von Maria Elisabeth Straub entlehnt |



Hamburger Rauchfleisch