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05.03.2010
Ä Tännsche, please …

… am kommenden Mittwoch, dem 10.03., wird laut Auskunft des Providers ein Teil der Server-Software aktualisiert. Sollte eigentlich unproblematisch verlaufen, kurzzeitige Unterbrechungen in der Erreichbarkeit werden sich freilich nicht vermeiden lassen. Sollten vom Update indes Funktionen betroffen sein, werde ich versuchen, diese möglichst schnell anzupassen. Ein kurzer Hinweis auf mögliche Fehler wäre natürlich nicht nur hilfreich, sondern ebenso willkommen.

Sorry for possible inconveniences!

Update: Im Kühlschrank finden sich swowhl ein Rumpsteak (200gr.) vom Angus-Jungrind sowie ein Main-Barsch (auch eben jener Gewichtsklasse – damit ich seinen Geschmack ja nicht vergesse!).

02.03.2010
Mal wieder was für alle Tage …

… ich komm’ wieder, keine Frage

Es lag noch kleinblättriger Spinat vom WE im Kühlschrank. Und der Fisch heute im Kaufhof … Schwamm drüber: Seeteufelfilet zum guten Preis, indes tiefgefroren und aufgetaut.Sardinen im Miniaturformat von maximal 12 cm. Länge. Keine Lust drauf. Also – auch wenn meine Aversionen überwogen – Lachsfilet mitgenommen.

Gibt’s dann am Abend in einer Spinat (grob durchgehackt)-Sahne-Schalotten-Knoblauch-Sauce zu frischen Gnocchi.

Zuvor das Filet gehäutet und den dunklen Tran großzügig weggeschnitten. In Streifen geschnitten mariniert das vormalige 180 Gramm schwere Stückchen zusammen mit einigen dehydrierten grünen Pfefferkörnern derweil in Zitronensaft. Und gart auf diese Weise vor. Vor der Zubereitung den überschüssigen Zitronensaft abießen, einen El. Olivenöl dazu, abermals für 1 S tunde ziehen lassen. Später schnell die Sauce bereiten, und für die ca. dreiminütige Garzeit der Gnocchi die in Küchenkrepp abgetupften und gesalzenen Lachsstreifen darin mehr erwärmen als garen.

13.02.2010
Närrische Tage …

…doch schneit und friert es weiterhin. Nicht so wirklich, aber schon Schnneegriesel und Temperaturen deutlich unter Null während der Nacht. Mal abwarten, wie die nächste Heizkostenabrechnung ausfallen wird!

Ausgefallen ist auch das Fischen im Main. Wo es vergangene Woche noch hieß, das einsetzende Hochwasser verspreche den einen oder anderen Brassen (zufällig wohl auch den einen Barsch oder den anderen Zander), bekam ich gestern zu hören, es sei schlichtweg zu kalt – für die Arbeit wie auch für die Aktivitäten der Fische. Daher: Nur keinen Blues auflegen … anderenfalls würden wohl die ersten dezenten Frühlingsgefühle im Keim erstickt!

Also ist heute wieder einmal Deftiges angesagt: Bürgermeisterstück aus der Schulter vom Angus-Rind. Annährernd so, wie hier beschrieben. Dazu einen dicken-fetten Roten aus dem Languedoc.

Zudem nenne ich ein neues Bike mein eigen. Mein drittes! Das erste bekam ich nicht nur vom Vater, sondern erinnert mich durch eine Narbe am Knie bei jedem Duschen an ihn. Ich war wohl 10 oder so. Er stabilisierte mich am Gepäckträger. Es klappte auf Anhieb mit dem Fahren. Bis ich mich umsah: Kein väterlicher Halt mehr und schon war es geschehen … Dann vor gut 20 Jahren ein Peugeot-Renner … dessen Sattel mein Hintern seit sicher mehr als 10 Jahren nicht mehr kontaktierte. Irgendwann siehste auf so einem Teil aus wie der sprichwörtliche Affe auf dem Schleifstein. Nun also Mountainbike. Und das im Flachland. Denn damit werde ich aller Vorasussicht nach weder dem Frankfurter Lohr- noch den Feldberg die Stirn bieten.

Und am Rosenmontag gibt’s für den alten Opa mal wieder Helge Schneider in der »Alten Oper« …

09.01.2010
Hechtleber …

…hat damit vielleicht wer Erfahrungen? Wenn ja, dann bitte nichts wie her damit!

Als ich vergangenen Freitag die Eingeweide »meines« Hechts sah, stach dessen Leber mir ob ihrer Größe direkt ins Auge. Nahm jedoch weder sie noch den Rogen mit.

Was mit Dorschleber – mit als Dosenware freilich zu tranig – machbar ist, sollte doch auch für jene vom Esox gelten? Galle raus, säubern, kurz anbraten, mit Salz und Pfeffer puristisch würzen und etwas ziehen lassen.

Also: Tipps sind mehr als willkommen!

30.12.2009
Was neigt sich denn dem Ende zu …

…das Jahr (logo) oder das Jahrzehnt? Egal. Bin ja kein Korinthen-Kacker …

Hier schüttet es wieder einmal. Bei kanppen 10 Grad! Das freilich lässt eher Frühlingsgefühle keimen.

Vorbereitungen für Morgen sind bereits abgeschlossen: Hühnerfond ist gekocht, Ausgelöste Perlhuhnbrüste liegen im Kühlschrank. Neben 4 geräucherten Forellen-Filets und den Zutaten für’s Tiramisu. Zudem Lauch, Sahne, Butter. Die Kräuter auf dem Balkon stehen zum Abschneiden bereit. Wein hole ich Morgen um die Ecke: Einen Viognier von der Rhône – selbstredend kein Condrieu, wollen ja nicht übermütig werden. Roter und Crémant werden »apportiert«.

Also dann: Guten Rutsch und ein genussvolles 2010!

der herr aalfred

19.12.2009
Bibber …

… nachdem es während der vergangenen Nacht in Frankfurt quasi von hier auf jetzt Temperaturen um die 15 Grad – minus versteht sich – hatte, erinnere ich mich düster, dass ja am Dienstag die Tage schon wieder länger zu werden drohen. Und dass in einer Woche Weihnachten vorbei sein wird. Mein »Speiseplan« steht: 2 Mal Fisch (einmal gebeizt, dann nämlich »überlebt« er auch problemlos zwei Tage im Kühlschrank). Dann Kalbsschulter und Gänsekeulen – vakumiert vorbestellt, ansonsten wäre das nach 3 bzw. 4 Tagen, denn am Heiligabend stürze ich mich nicht in das Gewimmel eben so hektischer wie unentschlossener Einkäufer, schon fast Gammelfleisch.

Damit bei Ihnen die Einkaufslust nicht zum Einkaufsfrust mutiert, hier ein kleines Leckerli aus Stenkelfeld – wer’s nicht kennen sollte: Eine legendäre Folge der gleichnamigen Radio-Comix des NDR.

Weihnachten im Autohaus Oertel

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© NDR 2008

Und schöne Feiertage sowieso schon mal!

16.12.2009
Lachs …

… ist ja bekanntlich nicht so mein Ding. Jener aus norwegischer Zucht ist schlechterdings durch mangelnde Bewegungsfreiheit zu fett, um ihn nich gar tranig zu nennen. Ihm ziehe ich jede – vernünftig aufgezogene – Lachsforelle oder mehr noch einen großen Saibling ab 750 gr. vor. Öko-Lachs ist zwar very PC und auch weniger fett: Wer indes einmal wilden Ostseelachs aß – Leute, dessen Fleisch ist fast weiss, da die entsprechenden Krebstierichen hier nicht vorkommen –, erinnert sich noch Jahrzehnte später an diesen unvergleichlichen Genuss. Und um für 1 kg. Filet vom (pazifischen!) Wildlachs einen halben Hunni hinzublättern, bin ich schlechterdings zu geizig.

Dennoch liegt 250 gr. Filet im Kühlschrank (sättigt bei dieser Art der Zubereitung 2 Esser). Wie das, werden Sie sich fragen. Nun ja … Unter der Woche, kocht eher der Schmalhans in mir. Zieht also dem Filet mit der Pinzette die Gräten, gießt je 0,1 l. Riesling und Fischfond (in diesem Fall vom samstäglichen Barsch) in einen Topf. Kocht das mit 2-3 El. Crème fraiche kräftig ein. Dann ein paar Zesten sowie den Saft einer halben unbehandelten Orange hinzu. Abermals mit etwas Salz und – um es ein wenig weihnachtlich zu machen: 4 Zacken eines Sternanis dazu. Kräftig reduzieren. Sternanis rausfischen. Das war’s dann erst einmal.

Das grätenlose und gehäutete Lachsfilet der Länge nach halbieren und in schmale Streifen schneiden (mögliche dunkele Stelle an der Bauchseite wegschneiden, denn sie vor allem sorgen für den tranig-penetranten Geschmack). Salzen, pfeffern und kurz in einer heißen, mit wenig Olivenöl ausgegossenen Pfanne schwenken.

Derweil frische Tagliatelle garen und abseihen. Die Sauce erhitzen, mit ein wenig Orangensaft verdünnen und mit etwas kalter Butter legieren. Nochmals abschmecken und einen Schuss Olivenöl einrühren. Die Nudeln ab auf die Teller, Lachsstreifen oben drauf, die Sauce darüber.

Und für 2009: Basta mit Pasta!

12.12.2009
Dementia non olet …

… fast hätte ich’s vergessen: Morgen werden in der Kleinmarkthalle Einstellungen für den letzten HR-Tatort mit dem Ermittlerduo Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf abgefilmt (keine Panik: Nicht öffentlich). Titel: »Architektur eines Mordes«, voraussichtliche Ausstrahlung: Herbst 2010. Laut ARD »voraussichtlich am Sonntag, 6. September 2009, um 20.15 Uhr im Ersten«!!!

Ohne mehr zu wissen: Im ca. 2 Meter langen und vielleicht 80 cm. breiten Bassin, in dem Mainfischer Burkard seine Fänge bzw. Zuchten hältert, wird eine Leiche gefunden. Inmitten verstörter Karpfen, die extra für den Dreh aus Seligenstadt angekarrt werden. Ich hatte ja für ausgehungerte Hechte und Zander plädiert, doch auf mich hört ja keiner …

11.12.2009
Nachtrag zum gestrigen Grünkohl…

… eigentlich wollte ich mir ja heute den letzten Räucheraal meines Lebens mir einverleiben. Und am Samstag dann eine Perlhuhnbrust mit Grünkohl. Indes: Ein im Main gefangener Flussbarsch von 1400 gr. geht an mir nicht unbeschadet vorbei.

Umdisponiert. Morgen also gibt es eben die Filets desselben mit Orangensauce.

Also ab zur Gemüsefrau, die just einen anderen Kunden bedienend, ihrer Mitarbeiterin zurief: »Gib dem jungen Mann Grünkohl. Wievel brauchste denn?«. Ich: »Ein Pfund.«. Sie: »Ne, willste mir vom Fleisch fallen? 2 Personen?« Ich: »Jo, aber als Gemüsebeilage, nichts mit Speck und so nem fetten Gedöns.« Sie zur Kollegin: »Pack ihm ein Kilo ein.«

Das Rezept, an dem ich mich orientieren werde, ist hier zu finden. Mit Orangen, doch ohne Tandoori im Kohl. Denn dazu ist mir der Barsch zu delikat! Ebenfalls wird das Anschwitzen entfallen.

In diesem Sinne: Maalzeit!

Dass aus Gräten, Kopf und Suppengemüse ein delikater Fond gekocht (und eingefroren werden) wird, versteht sich!

10.12.2009
Grünkohl …

… ist ja bekanntlich eine eher fette (man denke nur an die Bremer Pinkelwurst, den in ganz Norddeutschland obligatorischen Bauchspeck oder auch an die so genannten Kohlwürstchen) Angelegenheit. Zumindest was die Art der Zubereitung und der Kochzeit – 1 Std. und mehr – angeht.

Da ich die Tage erfuhr, dass es im Frankfurter Stadtteil Oberrad, woher meine Gemüsefrau ihn bezieht, bereits mehr als einmal Nachtfrost und gar schon Schnee hatte, ist auch die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt. Also geht’s am Wochenende an die Arbeit.

Freilich: Nicht auf die traditionelle Art. Sondern: Nur die Blätter ohne Rippen finden Verwendung. In grobe Stücke zerrissen, kommen sie für gut 7 Min. in kräftig gesalzenes, sprudelnd kochendes Wasser. Mit Hilfe einer Schaumkelle geht’s ab damit in Eiswasser. Kräftig ausdrücken und hacken. Vor der Zubereitung wieder erwärmen (in diesem Fall meinetwegen auch in der Mikrowelle), mit Salz und Pfeffer abschmecken, mittels zweier Eßlöffel Klößchen formen und als Gemüse zu Fisch oder hellem Fleisch reichen.

So nämlich geht’s auch – und zwar nicht auf die Hüften!

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